Sunny Days - Teil 2 -

Story by Hektor on SoFurry

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Hör mal, Alan. Ich habe heute 8000 Dollar beim Pokern verloren, ich habe keine Ahnung wo mein Auto ist, ich habe mich dreimal fast übergeben. Und es geht mir trotzdem immer noch besser als dir."

Als Hektor diesen Satz hörte, konnte er sich ein lautes Lachen nicht verkneifen. Er liebte diese Fernsehserie einfach.

Seine Mutter steckte den Kopf durch die Tür. „Worüber lachst du denn so laut?"

„Über Two and a half Wolfs. Die Serie ist einfach der Brüller", antwortete er.

„Dein Vater ist da derselben Meinung. Aber vergiss nicht, du wolltest noch die Bücherregale aufbauen, Liebling", lächelte Sie und deutete auf die fünf großen Pakete im Flur.

„Stimmt ja. Diese verdammten KREA-Regale", grummelte der Dobermann. Warum hatte er mit seinem Vater auch nur darum gewettet. „Ich hätte wissen müssen, dass die SG Flensburg das Endspiel verliert"

Als er missmutig das erste Paket öffnete, rief seine Mutter aus der Eingangshalle. „Hektorchen, da ist Besuch für dich."

Neugierig lief er die Treppe hinunter. Unten angekommen bemerkte er Magnus, der sich mit großen Augen umsah.

„Oh, du bist es." begrüßte er den Dalmatiner.

„Hallo Hektor." grüßte dieser zurück, wobei er sich weiterhin staunend umsah.

„Wow, dieses Haus..."

„Was ist mit dem Haus?", wollte Hektor wissen.

„Es ist riesig. Fast schon ein Palast. Ihr müsst ja verdammt reich sein"

„Na, ja. Wir hatten Glück mit diesem Haus." grinste der Dobermann.

„Und warum ist das Haus eurer Nachbarn mit Sicherheitszäunen umbaut?"

„Das ist die französische Botschaft. Die haben sogar eigene Wachleute"

Magnus klappte die Kinnlade herunter. „Ihr wohnt neben einer Botschaft???"

„Ja. Auf der anderen Straßenseite wohnt übrigens der Finanzsenator mit seiner Frau"

Nun war der Dalmatiner sichtlich beeindruckt und bestaunte auch die restlichen Räume.

„Was verschafft mir denn die Ehre deines Besuchs?" fragte Hektor.

„Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen wegen der Sache in der Disco. Ich möchte das unbedingt wieder gut machen. Was es auch ist, ich mache es. Versprochen!"

Hektor dachte kurz nach. „Na ja, es gäbe da schon etwas. Ich habe meinem Vater versprochen, dass ich diese bescheuerten KREA-Regale für ihn aufbaue. Du könntest mir helfen", schlug er vor und deutete die Treppe hinauf.

„Wunderbar. Das mache ich" erwiderte Magnus mit Begeisterung.

Und so begannen die beiden mit dem Aufbau. Hektor erkannte schnell, dass schwedische Bücherregale einem den letzten Nerv kosten konnten. Die Bauanleitung war nicht sehr hilfreich, genauso wenig das mitgelieferte ‚Werkzeug'.

Aber mit Magnus Hilfe kam er dennoch voran. Und während die beiden so vor sich hinschraubten und hämmerten unterhielten sie sich und machten Witze.

Magnus war wirklich ein anständiger und humorvoller Kerl. Und so machte beiden das Aufbauen Spaß. Während ihrer Gespräche kristallisierte sich mehr und mehr heraus, das beide sehr ähnliche Interessen und den gleichen Humor hatten.

Plötzlich stand Hektors Vater in der Tür. „Hallo, mein Sohn. Sag mal, möchte dein Freund zum Abendessen bleiben?" fragte er und schaute die zwei erwartungsvoll an.

„Abendessen? Dafür ist es doch noch viel zu früh"

„Zu früh? Sohnemann, es ist kurz nach sieben. Deine Mutter ist fast fertig mit dem Kochen"

Völlig verdutzt sah Hektor auf die Uhr. Magnus und er hatten ganze vier Stunden miteinander verbracht.

Auch Magnus war völlig überrascht. „Oje, ich sollte nach hause. Aber vielen Dank für die Einladung. Herr...ähm Herr!" stammelte der Dalmatiner.

„Herr von Bernau." vervollständigte Hektors Vater.

„Warte Magnus, ich bringe dich noch zur Tür!" sagte Hektor und begleitete den Dalmatiner die Treppe hinunter.

Kurz vor der Haustür legte Magnus seine Pfote auf Hektors Schulter. „Weißt du Hektor, wir hatten einen unglücklichen Start. Ich würde mich freuen, wenn wir Freunde sein könnten"

Hektor war erleichtert, denn dieselbe Frage wollte er dem Dalmatiner auch gerade stellen. „Das würde mich freuen, Magnus"

Er reichte dem Dalmatiner die Pfote zum Abschied. Doch anstatt diese Geste zu erwidern, machte Magnus einen Schritt auf ihn zu und umarmte ihn. Damit hatte der Dobermann nun nicht gerechnet.

Mehrere Sekunden lang drückte Magnus ihn an sich. Dann drehte er sich mit einen „Bis bald" um und verließ das Haus.

Hektor sah ihm noch nach. Kurz bevor Magnus hinter der Gartenmauer verschwunden war, drehte er sich noch mal um und winkte Hektor zu.

Wenige Minuten später saß Hektor mit seinen Eltern im Esszimmer und aß zu Abend. Sein Vater berichtete voller Elan von seiner Arbeit. Wie froh er war, dass dieser Bürgerentscheid zum neuen Schulsystem gescheitert war und dass er den Rücktritt des Bürgermeisters Ols van Baust sehr bedauerte. Hektor beteiligte sich ausnahmsweise einmal nicht an der Diskussion. Er saß nur da und versank in seinen Gedanken. Immer wieder musste er an Magnus denken. Er hoffte sehr, dass sie sich noch öfters sehen würden.

„Und, Hektorchen? Freust du dich schon auf eure Sylt-Reise morgen früh?" Mit dieser Frage riss seine Mutter ihn urplötzlich aus seinen Gedanken.

„Natürlich, und wie"

Sein Vater legte das funkelnde Silberbesteck aus den Pfoten und tupfte sich den Mund ab.

„Hast du auch an alles gedacht? Bahntickets, Scheckbuch, Laptop, Krawatte und..."

Mit einem leichten Grinsen bremste Hektor seinen Vater. „Dad, ich fahre in den Urlaub. Und nicht auf einen Kongress. Was soll ich da mit Krawatte und Scheckbuch?"

Hektor war von diesen Angewohnheiten immer etwas amüsiert. Seinem Vater lag dessen Stelle als Schuldirektor im Blut. Und auch wenn seine Familie ihm das allerheiligste im Leben war, so steckte er unendlich viel Leidenschaft in seinen Beruf. Das Schulgebäude seines Vaters kannte Hektor wie seine Westentasche. Zudem hatte er seinen Vater schon oft auf Empfänge und Tagungen begleitet. Zwar waren diese oft furchtbar langweilig, aber er lernte dort viele wichtige Personen kennen. Sein Vater nutzte jede Gelegenheit um ihm politische und gesellschaftliche Vorfälle zu erläutern. Es war ihm stets sehr wichtig, dass sein Sohn die Hintergründe der Politik und Wirtschaft genau versteht. Und sehr oft fragte er Hektor auch nach dessen Meinung, wenn er eine Entscheidung zu treffen hatte. Seine Mutter betonte immer wieder wie ähnlich er seinem Vater doch sei.

Der einzige Nachteil an diesem Beruf war jedoch, dass sein Vater oft unterwegs war. Manchmal auch für mehrere Tage.

--- < O > ---

Es war noch früher Morgen, als Hektor seinen Koffer durch die Eingangstür des Bahnhofs schleppte.

Kurz darauf stand er mitten im Gedränge tausender Fahrgäste die hektisch zu ihrem Bahnsteig hetzten. von der Balustrade aus konnte er seine Freunde auf dem Bahnsteig ausmachen. Schnell lief er auf die Rolltreppe zu, wobei er beinahe mit einem Tiger zusammengeprallt wäre.

„Hallo, Leute", begrüßte er die muntere Truppe. Da der Zug erst in etwa 15 Minuten abfahren würde, hatten sie noch viel Zeit sich zu unterhalten.

„Wow, diese Hektik hier ist ja unerträglich. Da würde ich auf Dauer wahnsinnig werden", staunte Terry, der dunkelgraue Wolf.

„Also mir gefällt es. Ich mag es wild und turbulent", freute sich Tina.

„Tja, genauso, wenn wir beide im Bett... AUTSCH!!!". Für diese Bemerkung kassierte Sven einen Stoß in die Rippen. „Noch so ein Spruch und du kannst den ganzen Urlaub über auf dem Klodeckel schlafen" zischte die Pantherin und erntete ein herzhaftes Lachen von allen umstehenden.

„Tu lieber, was sie sagt. Sonst darfst du den ganzen Urlaub in Abstinenz verbringen", flüsterte Hektor dem Schäferhund zu.

„Nur keine Sorge, Kumpel. Sie sagt das dauernd. Aber sobald es dunkel wird, fällt sie über mich her wie eine... nun ja, wie eine Pantherin eben", witzelte Sven.

„Ich brauche mich also nicht zu wundern, wenn heute Nacht im Nebenzimmer die Wände wackeln?"

fragte der Dobermann.

„Du hast es erfasst, Hektor. Apropos Zimmer. Du wirst doch kein Einzelzimmer haben. Wir haben noch kurzfristig einen Mitreisenden aufgenommen"

Der Dobermann machte große Augen. „Einen Mitreisenden? Wer sollte das sein?"

„Na, der dort", antwortete Sven und deutete mit der Pfote auf die Rolltreppe.

Der Dobermann machte innerlich einen kleinen Freudensprung, als er Magnus erkannte. Dieser kam mit einem roten Koffer ausgerüstet auf die Gruppe zu und begrüßte jeden per Handschlag.

Nur bei Hektor konnte er sich nicht zurückhalten und fiel ihm um den Hals. Hektor hatte zwar nicht mit dieser stürmischen Begrüßung gerechnet, jedoch sah er keinen Grund die Umarmung nicht zu erwidern.

„Überraschung Hektor. Ich hoffe dich stört es nicht, wenn wir ein Zimmer teilen." grinste der Dalmatiner und senkte langsam seine Arme.

„Nein, umso besser" freute sich der Dobermann. Innerlich jubelte er regelrecht. Nun konnte er noch mehr Zeit mit Magnus verbringen und ihn besser kennen lernen.

Eine kaum zu verstehende Lautsprecherdurchsage kündigte die baldige Abfahrt des Zuges an.

Die Gruppe hatte sich bereits genügend Sitzbänke reserviert.

Magnus und Hektor saßen nebeneinander, als sich der Zug mit brummenden Motoren in Bewegung setzte.

Die Fahrt würde lange dauern. Und so suchte sich jeder eine Beschäftigung. Die beiden Wölfe Leo und Terry spielten Karten und Tina hatte sich an Sven gekuschelt und unterhielt sich mit ihm.

Hektor war durch das frühe Aufstehen hundemüde. Er merkte, dass es Magnus nicht anders erging. Daher beschlossen die beiden etwas zu schlafen.

„Die Sitze sind ja nicht sonderlich bequem. Nicht mal Kopfstützen", beschwerte sich Magnus.

„Tja, das ist die Deutsche Bahn", kicherte Hektor.

„Also ich kann so nicht schlafen. Hättest du was dagegen, wenn ich mich... bei dir anlehne? Das ist sicherlich gemütlicher" fragte Magnus.

Der Dobermann war etwas verwundert über diese Frage. Andererseits waren die Sitze wirklich nicht sehr komfortabel.

„Okay, wenn du möchtest"

Daraufhin rutschte Magnus an Hektor heran und legte seinen Kopf auf dessen Schulter. Für

den Dobermann war anfangs sehr ungewohnt. Nie zuvor hatte sich ein Junge an ihn gekuschelt. Aber er stellte fest, dass sich das eigentlich recht schön anfühlte. Magnus strahlte eine angenehme Wärme aus.

„Mmh, das ist wirklich besser. Übrigens ist dein Fell echt schön. So weich und kuschelig", bemerkte Magnus und legte seinen Arm um Hektor.

Dem Dobermann schoss die Röte ins Gesicht. „Danke", sagte er leise.

Magnus schmiegte sich noch enger an ihn und schloss die Augen. Auch Hektor fiel es schwer, sich wach zu halten. Er gähnte laut und versuchte zu schlafen.

„Hey, ihr zwei. Aufwachen", rief Tina und rüttelte an Hektors Schulter. Noch vollkommen verträumt blinzelte der Dobermann in das Gesicht der Pantherin. „Was ist denn los?"

„Na, wir sind da. Also aufgestanden." antwortete sie und deutete aus dem Fenster. Dort war ein großes blaues Schild zu sehen. ‚Willkommen in Westerland auf Sylt' war darauf zu lesen.

„Hey, Magnus. Wir müssen aussteigen" flüsterte Hektor dem Dalmatiner zu. Dieser hatte seinen Arm immer noch um Hektor gelegt und drückte den Dobermann an sich.

Der Weg zum Hotel war nicht sonderlich weit. Jedoch waren Magnus und Hektor noch so müde, dass sie die Koffer quälend langsam hinter sich herzogen.

Es war etwa 19:00 Uhr als die Gruppe das Foyer des Hotels betrat. Das Einchecken an der Rezeption ging zügig voran, wodurch jeder schon nach etwa fünf Minuten seinen Schlüssel in der Hand hielt.

Sven ging auf Hektor zu. „Sag mal, Kumpel. Könntest du Tina etwas für mich fragen? Ich traue nicht so ganz"

„DU traust dich nicht? Also einen Heiratsantrag sollte man doch lieber persönlich aussprechen" kicherte der Dobermann.

„Schon verstanden, Scherzkeks. Aber im Ernst: Ich weiß nicht, ob sie für eine gewisse Sache bereit ist. Könntest du sie fragen, ob sie heute Nacht mit mir...!" Die letzten Worte flüsterte ihm der Schäferhund ins Ohr.

„Um Gottes Willen, Sven. Das werde ich sie sicherlich nicht fragen, du Lustmolch" Leicht erschüttert von dem, was er gerade gehört hat, winkte er Sven ab und ging die Treppe hinauf.

„Du musst es ja nicht so direkt sagen. Und außerdem ist es dann ja schon dunkel draußen und...!", rief ihm der Schäferhund noch hinterher.

Als Magnus und Hektor ihr Zimmer betraten, erwartete sie ein gemütlicher und heller Raum, der mit modernen Möbeln ausgestattet war. Umgehend trat Hektor auf den Balkon und sofort wehte ihm frische Meeresluft entgegen. Eine Weile gab er sich der beeindruckenden Aussicht hin.

„Äh, Hektor. Könntest du kurz mal kommen?" rief ihm Magnus aus dem Schlafzimmer entgegen.

„Was ist denn? Oh...!", stutzte der Dobermann.

Magnus stand vor ihm und deutete mit der Pfote auf das Bett. Das einzige Bett. Keine zwei getrennten Betten, sondern nur ein sehr großes Doppelbett.

„Da ist wohl jemand bei der Reservierung schlampig gewesen", grübelte Hektor und kratzte sich am Kopf. „Ich rufe an der Rezeption an, ob die uns ein anderes Zimmer geben können"

„Ach lass nur, Hektor. Ich schlafe einfach da drüben auf der Couch", beruhigte der Dalmatiner.

„Bist du sicher? Ich kann auch nachfragen."

Doch mit einer kurzen Pfotengeste machte Magnus deutlich, dass er die Couch vorzog.

Den Rest des Abends verbrachten die zwei damit, das Hotelgelände zu erkunden. Es war verhältnismäßig groß und bot neben einem Pool auch einen Fitnessraum und eine Sauna. Der Strand war gerade einmal fünf Minuten entfernt. Doch da es schon dunkel wurde, beschloss die Gruppe, den Strandausflug auf den morgigen Tag zu verschieben.

Erschöpft ließ sich Hektor in den gemütlichen Sessel fallen und schaltete geistesabwesend die Glotze an.

Ein lauter Gong ertönte aus dem Fernseher. „Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau!"

Hektor stand umgehend wieder auf und begann seinen Koffer auszupacken. Doch irgendwie konnte er sich auf nichts so recht konzentrieren. Ständig musste er über Magnus nachdenken. Dieser Dalmatiner hatte etwas an sich, was ihn unglaublich faszinierte.

„...wird in den nächsten Tagen mit weiteren Erdbeben gerechnet. Laut den indischen Behörden sind bislang etwa siebenhundert Todesopfer zu beklagen. Die indische Provinz gilt als die ärmste Region des..."

„Das ist schon entsetzlich, oder?" fragte Magnus. „Wer, Wie? Was ist entsetzlich?", fragte der völlig überraschte Dobermann.

„Hallo! Erde an Hektor, Ich meine das Erdbeben in Indien", antwortete Magnus und deutete auf den Bildschirm.

„Ach so. Ja, stimmt. Das ist furchtbar". Hektor hatte überhaupt nicht mehr auf die Nachrichten geachtet. Noch immer in Gedanken versunken, kramte er in seinem Koffer herum.

„Ist alles in Ordnung mit dir, Hektor?" fragte Magnus und sah dem verträumten Dobermann in die Augen. „Ja, alles okay. Ich bin wohl einfach müde. Was dagegen, wenn ich mich jetzt schon aufs Ohr haue?"

Schon wenige Minuten später hatte sich sowohl Hektor als Magnus schlafen gelegt. Doch Hektor konnte einfach nicht einschlafen. Magnus wollte ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen. Er war so unglaublich nett und witzig. Und jedes Mal lächelte er, wenn sich ihre Blicke trafen. Und dann die Umarmungen. Das fühlte sich stets so vertraut an. Als ob er Magnus schon seit Jahren kennen würde.

Dabei waren es gerade einmal fünf Tage. Der Dobermann konnte sich das einfach nicht erklären.

-- < O > --

„Psst, Hektor. Bist du schon wach?" Der Dobermann vernahm diese flüsternde Stimme und öffnete langsam die Augen. Magnus saß auf seiner Bettkante und rüttelte sanft an seiner Schulter.

„Gääähn, was gibt's denn?" fragte er und rieb sich den Schlaf aus den Augen.

„Zieh deine Badehose an und dann folge mir", kicherte der Dalmatiner. Erst jetzt bemerkte Hektor, dass der Dalmatiner bereits in Badehose vor ihm stand.

Wie ein Roboter befolgte der Dobermann die Anweisung und schlüpfte in seine Badehose.

Noch leicht verschlafen folgte er seinem Freund durch das Hotel.

„Wo gehen wir denn hin?" fragte er neugierig. „Na, zum Pool" grinste der Dalmatiner.

„Um die Zeit?"

Der Pool war wie leergefegt. Keine kreischenden Kinder und ihre gestressten Mütter. Keine Ballermann-Nachahmer oder Partygänger.

Lediglich einige Hotelbedienstete, die Handtücher oder Speisewagen durch die anliegenden Gänge beförderten.

Hektor stand am Rand des wahrscheinlich eiskalten Beckens und starrte ungläubig auf das Wasser. Magnus hingegen sprang ohne zu zögern hinein.

„Komm schon. Das Wasser ist herrlich", rief er dem Dobermann zu. Hektor biss die Zähne zusammen und stieg ebenfalls ins Becken.

Den beiden machte es sichtlichen Spaß zu tauchen oder sich gegenseitig nass zu spritzen. Sie lachten und tobten bereits eine halbe Stunde lang, als plötzlich Terry und Leo, die beiden grauen Wölfe auftauchten.

„Hey, ihr zwei. Ihr könnt doch nicht ohne uns anfangen", lachte Terry und hüpfte voller Elan ins kühle Nass.

Leo stieg auf Terrys Schultern und rief den beiden Hunden zu: „Auf geht's, kämpfen wir".

„Na, los Hektor. Die beiden schnappen wir uns", entgegnete Magnus und gab dem Dobermann zu verstehen, dass er ebenfalls auf seine Schultern steigen soll.

Lachend versuchten die vier nun sich gegenseitig umzustoßen, wobei Hektor und Magnus ein gutes Team abgaben.

Nach einer Weile beschloss Hektor sich ein wenig auszuruhen, und legte sich auf eine der Liegen. Er schloss die Augen und versuchte etwas zu dösen.

Plötzlich tropfte etwas Kaltes auf sein Fell. Er öffnete die Augen und sah direkt in das lächelnde Gesicht des Dalmatiners. Magnus hatte sich dicht über ihn gebeugt und legte seine Pfote vorsichtig auf Hektors Brust.

„Hui, du hast mich aber erschreckt" blinzelte der Dobermann.

„Weißt du Hektor? Ich glaube wir können richtig gute Freunde werden", flüsterte Magnus, „weil ich dich wirklich gern habe". Dann führte er sein Gesicht ganz nah an Hektor heran und gab ihm einen sanften Kuss auf dessen Schnauze.

Hektor wurde leicht rot im Gesicht und sah Magnus etwas verwundert an. Dieser drehte sich langsam um und ging zum Pool zurück. „Komm schon, wir wollen weitermachen" rief Terry dem immer noch etwas verdutzten Dobermann zu.